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Bürobeleuchtung Lux

Von Editorial team  •   4 Minuten gelesen

Modernes europäisches Großraumbüro mit LED-Pendelleuchten, gleichmäßig hellem Licht über Schreibtischen und Mitarbeitenden bei der Bildschirmarbeit.

Für klassische Büro- und Bildschirmarbeitsplätze gilt 500 Lux als wichtigster Richtwert. In vielen Fällen ist das genau richtig, bei feinen Sehaufgaben, wenig Tageslicht oder älteren Mitarbeitenden können aber auch 750 bis 1.000 Lux sinnvoll sein. Gute Bürobeleuchtung besteht außerdem nicht nur aus Helligkeit. Ebenso wichtig sind blendfreies Licht, eine gleichmäßige Verteilung, die passende Lichtfarbe und eine sinnvolle Kombination aus Tageslicht und LED-Bürobeleuchtung.

Wie viel Beleuchtungsstärke braucht ein Büro?

Lux ist die Einheit für Beleuchtungsstärke. Sie zeigt, wie viel Licht tatsächlich auf der Arbeitsfläche ankommt. Genau das ist für den Büroalltag entscheidend, denn nicht die Leuchte an sich arbeitet am Schreibtisch, sondern das Licht auf Tisch, Tastatur, Papier und Bildschirmumfeld. Lumen beschreibt dagegen nur die gesamte Lichtmenge einer Leuchte.

Für normale Büroarbeit und Bildschirmarbeitsplätze wird in der Praxis meist mit 500 Lux geplant. Dieser Wert wird auch in den einschlägigen Normen und Regeln rund um Arbeitsstätten und Innenraumbeleuchtung als zentraler Orientierungswert herangezogen, unter anderem in DIN EN 12464-1 und ASR A3.4. Wichtig ist dabei, dass die 500 Lux dort ankommen, wo tatsächlich gearbeitet wird.

Mehr Licht ist sinnvoll, wenn regelmäßig gelesen, geprüft, verglichen oder sehr detailgenau gearbeitet wird. Auch bei wenig Tageslicht, dunklen Oberflächen im Raum oder höherem Sehbedarf steigt der praktische Bedarf. Dann sind 750 Lux oder sogar 1.000 Lux oft angenehmer als eine knappe Auslegung. Für Verkehrsflächen oder reine Nebenbereiche kann die Beleuchtungsstärke niedriger sein, aber am eigentlichen Arbeitsplatz sollte die Lichtmenge immer zur Sehaufgabe passen.

Gute Bürobeleuchtung ist mehr als nur Lux

Ein Büro kann rechnerisch hell genug sein und sich trotzdem anstrengend anfühlen. Der häufigste Grund ist Blendung. Für Bildschirmarbeit sollte die Begrenzung der psychologischen Blendung deshalb mitgedacht werden, typischerweise mit einem UGR-Wert von höchstens 19. Das hilft gegen grelle Lichtpunkte, harte Reflexe auf Monitoren und das Gefühl, ständig ins Licht zu schauen.

Ebenso wichtig ist eine gleichmäßige Ausleuchtung. Wenn der Schreibtisch sehr hell ist, die Umgebung aber deutlich dunkler bleibt, müssen sich die Augen ständig anpassen. Für Büroarbeitsplätze wird deshalb oft auch auf eine gute Gleichmäßigkeit geachtet, häufig mit einem Zielwert von mindestens 0,6. In der Praxis funktioniert eine Kombination aus flächiger Grundbeleuchtung und gezielter Arbeitsplatzbeleuchtung meist besser als einzelne sehr starke Spots.

Bei der Lichtfarbe hat sich für produktive Bürobereiche meist neutralweißes Licht um 4.000 Kelvin bewährt. Es wirkt klar und sachlich, ohne zu kühl zu sein. 3.000 Kelvin passen eher zu Lounges, Wartezonen oder informellen Bereichen. Sehr kühle 5.000 Kelvin können in speziellen Arbeitsumgebungen sinnvoll sein, sind für klassische Büroräume aber oft unnötig streng. Für eine natürliche Farbwiedergabe sollte außerdem auf einen guten Farbwiedergabeindex geachtet werden, im Büro typischerweise mindestens Ra 80.

Tageslicht richtig einbinden

Tageslicht verbessert nicht nur die Sicht, sondern unterstützt auch Wachheit, Wohlbefinden und den biologischen Rhythmus. Deshalb sind Fensterflächen und eine Sichtverbindung nach außen im Büro ein echter Qualitätsfaktor. Gleichzeitig kann Tageslicht blenden, Bildschirme spiegeln oder Räume aufheizen. Sonnenschutz, verstellbare Beschattung und die richtige Positionierung der Arbeitsplätze sind deshalb genauso wichtig wie die künstliche Beleuchtung.

Ideal ist ein System, bei dem LED-Licht das Tageslicht ergänzt statt ersetzt. Morgens, an trüben Wintertagen oder in innenliegenden Bereichen darf die Kunstbeleuchtung höher ausfallen. In hellen Zonen nahe am Fenster sollte sie dagegen nicht unnötig übersteuern. Dimmbares Licht oder eine zonierte Schaltung macht das Büro deutlich angenehmer und meist auch effizienter.

Bürobeleuchtung messen und sinnvoll planen

Ob ein Büro wirklich gut beleuchtet ist, zeigt am besten eine Messung auf Arbeitshöhe. Ein Luxmeter misst nicht an der Decke, sondern direkt dort, wo gearbeitet wird. Dabei sollten mehrere Messpunkte berücksichtigt werden, denn gerade in offenen Büros oder Räumen mit Fensterfronten schwankt die Beleuchtungsstärke oft stark.

Für eine saubere Planung zählen nicht nur Raumgröße und Deckenhöhe, sondern auch Möblierung, Monitorausrichtung, Tageslichteinfall, Alter der Nutzenden und die Art der Tätigkeit. Wer von alten Leuchtstoffsystemen auf LED umstellt, sollte deshalb nicht einfach Watt gegen Watt tauschen. Entscheidend sind Lichtverteilung, Blendungsbegrenzung, Farbtemperatur und das tatsächliche Beleuchtungsniveau am Arbeitsplatz. Wenn Sie ein Büro neu ausstatten oder umrüsten möchten, unterstützt MeinLED mit technischer Beratung, Lichtberechnung und passenden LED-Lösungen für kleine Büros bis zu größeren Projektflächen.

Häufige Fragen zur Bürobeleuchtung

Sind 2.000 Lux viel?

Ja, für ein normales Büro ist das deutlich mehr als üblich. Klassische Büroarbeitsplätze liegen meist bei 500 Lux, anspruchsvollere Sehaufgaben eher bei 750 bis 1.000 Lux. 2.000 Lux können in speziellen Prüf-, Labor- oder Detailbereichen sinnvoll sein, wären für den Standard-Schreibtisch aber oft zu hell oder nur mit sehr guter Blendkontrolle angenehm.

Bei welcher Lux-Zahl sollte man das Licht einschalten?

Es gibt keinen festen Schaltwert für jede Situation. Praktisch wird das Licht dann benötigt, wenn auf der Arbeitsfläche dauerhaft deutlich unter dem Zielwert liegt. Für typische Büroarbeit bedeutet das: Sobald am Schreibtisch keine etwa 500 Lux mehr ankommen oder das natürliche Licht ungleichmäßig und anstrengend wird, sollte die Kunstbeleuchtung zugeschaltet werden.

Was ist besser, 3.000 Kelvin oder 4.000 Kelvin?

Für klassische Büroräume ist 4.000 Kelvin meist die bessere Wahl. Das Licht wirkt neutral, klar und unterstützt konzentriertes Arbeiten. 3.000 Kelvin ist wärmer und angenehmer für Aufenthaltsbereiche, Empfangszonen oder Besprechungsräume mit wohnlicherem Charakter. Entscheidend ist, dass Lichtfarbe, Nutzung und Raumgefühl zusammenpassen.

Welches Licht ist optimal für Büroräume?

Optimal ist eine Bürobeleuchtung, die mehrere Faktoren gleichzeitig erfüllt: etwa 500 Lux am normalen Arbeitsplatz, bei Bedarf mehr für anspruchsvolle Sehaufgaben, geringe Blendung mit UGR bis 19, eine gute Gleichmäßigkeit, neutralweißes Licht um 4.000 Kelvin und eine sinnvolle Ergänzung zum Tageslicht. In vielen Büros sind hochwertige LED-Panels, lineare Leuchten oder eine Kombination aus Grund- und Arbeitsplatzbeleuchtung dafür die praktischste Lösung.

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